Niemals werde ich die Caffés vergessen, wo ich Verliebte im Paradies gesehen, und Hoffnungslose in der Hölle, Musik gehört, die bis heute ertönt, Engel ertappt, die einer Praline wegen auf die Erde gekommen. Alles zum Preis von Cappuccino und Hörnchen.
Stefano FerrioAm
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Wann wir nicht da sind:
Am Dienstag, dem 23. Juni 2026, bleibt unser Café geschlossen.
Herzlichen Dank und eine gute Zeit im Juni
wünscht
Cornelia Unteutsch
Kurz vor Halbzeit, beinahe Mitte Juni. Gerade saßen wir doch noch, an einem kalten, ersten Januarmorgen zusammen. Letzte Wintertage, der Frühling, den wir in unseren eiligen Schuhen durchrasen, März, April, der Mai ist schon wieder Geschichte. Der Juni steht kurz vor dem Mittsommer, der Zeit der längsten Tage, dann wenn die Sonne am höchsten steht. So, wie das Gras, auf biegsamen Halmen, im Garten hinter dem Haus. Wenn der Wind darüber hinwegstreicht neigt es sich in Wellen, die mich an das Meer erinnern. Grünes Meer und es erzählt an den langen Abenden leise Geschichten vom ankommen, vom zuhause sein und von Wegen sich zu finden.
Gestern Abend, durch die geöffnete Küchentür, eine Vogelstimme, die wir nicht kannten.Nicht die keck-schwarze Amsel, die uns jeden Abend vom Giebel der alten Scheune herunter ihr Nachtlied singt. Andächtig lauschen wir ihrem Lied, immer aufs Neue in die ausklingenden Tage hinein.
Bevor wir, zu technischen Hilfsmitteln greifend, die, uns unbekannte, Stimme enttarnen konnten, war sie verstummt. Weiter gezogen oder im dichten Geäst der alten Obstbäume in den Schlaf gesunken, den Tag im Gefieder. Leise rascheln die Blätter. Nur der Froschchor drüben im Teich kennt keine Gnade mit unseren Ohren. Sie quaken und lärmen im Dreischichtsystem und das seit Wochen, so dass es unmöglich ist, in der Nacht das Fenster geöffnet zu lassen. Dicke, grasegrüne Riesenfrösche, die träge im Wasser liegen und verstummen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Vielfaches Platschen auf der Oberfläche, dann sind sie solange verschwunden, wie ich sie beobachten möchte. Später beginnt das Konzert, mit ganzer Kraft, von vorn.
Ich lese Kästners Juni und zuweilen beschleicht mich eine leise Wehmut, jetzt, wenn die Tage schon beinahe am längsten sind.
Lichtzeit. Die Pfingstrosen verneigen sich, mit ihren üppig-schweren Köpfen vor uns. Dazwischen Rosen mit Brennnesseln, weil wir nicht überall zugleich sein können. Ich übe mich in Gleichmut und scheitere, so wie immer und immer noch, dabei häufig an mir selbst.
Dann backe ich Kuchen mit zuckersüßen Erdbeeren und erwäge doch ein paar Flaschen Holundersirup, dessen betäubender Duft in der Mittagssonne in jeden Winkel des Gartens wabert, weil es zum Juni und zum Jahr gehört. Rituale.
Eingemachter Sommer in dunkelgrünen Flaschen, der im Keller lagert.
Haltbar gemacht, über den kurzen Augenblick seiner Blüte hinweg.
Sommer im Glas. Der Geruch, der uns beim Öffnen entgegenströmt. Aromen und Erinnerungen, an dann längst vergangene Tage.
Wenn das Jahr weitergegangen ist.
Später schneide ich Apfelbäume im Juni und laufe durchs hohe Gras, um nach den Kirschen zu sehen, bevor das die frechen Amseln für mich tun. Mein Mittwochs-Samstag. Und was machst du so, an deinen freien Tagen? Ein leises, wissendes Lächeln, keine Langeweile in Sicht.
Niemals!
Weida, im Juni 2026
Inhaberin:
CORNELIA UNTEUTSCH
KANALSTRASSE 7
07570 WEIDA / THÜRINGEN
Öffnungszeiten 2026
Samstag & Sonntag 14.00 - 18.00 Uhr
Montag 12.00 - 17.00 Uhr
Dienstag 12.00 - 17.00 Uhr
Am Dienstag, dem 23. Juni 2026, bleibt unser Café geschlossen.
Freitag ist unser Backtag.
Café backstage, hinter den Kulissen gewissermaßen...einkaufen, vorbereiten, unser Wochenstart - gegen den Strom. Dann sind wir zumeist auch telefonisch (siehe unten) erreichbar. :)
Telefon: 036603 / 44 233
E-Mail: [email protected]